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Alps Resorts: Herausforderungen der Ferienhotellerie


V.l. Thomas Payr, Geschäftsführer Alps Resorts, und Stefan Bracher, Director Marketing & Corporate Strategy
Alps Resorts hat in einer Studie österreichische Ferien-Hoteliers zu den größten, aktuellen Herausforderungen befragt.

Trotz guter Buchungs- und steigender Gästezahlen erwarten rd. 70% der befragten Unternehmen eine Verschlechterung oder maximal ein Gleichbleiben der Situation. Lediglich 30% zeigen sich positiv gestimmt. „Als Leitunternehmen in der Ferienhotellerie sagen wir, dass dieser Pessimismus nicht gerechtfertigt ist“, erklärt Thomas Payr, Geschäftsführer von Alps Resorts. Seinen Ansatz untermauert er mit dem Ergebnis einer Studie, die das Unternehmen bei P8 Marketing in Auftrag gegeben hat. Befragt wurden rd. 150 touristische Entscheidungsträger aus Tirol und Salzburg zu den größten Herausforderungen. Für Unsicherheit sorgen drei Themenbereiche: Fachkräftemangel, Investitionsstau und Nachfolgelösung.

Lösungen aus einer Hand

„Als eine der führenden Hotelketten Österreichs ist es uns ein Anliegen, die aktuellen Probleme zu benennen und Lösungsansätze aufzuzeigen“, so Payr weiter. 2024 sei Alps Resorts von der „Financial Times“ im Bereich „Europe’s Long-term Growth-Champions 2025“ als wachstumsstärkstes Unternehmen Österreichs ausgezeichnet worden. Aktuell betreibt die Alps Residence Holidayservice GmbH 45 Urlaubsresorts in Österreich. „Wir wollen die 50er-Marke schon bald knacken“, ergänzt Stefan Bracher, Director of Marketing & Corporate Strategy. Gespräche laufen derzeit u.a. mit Familienbetrieben im Waldviertel und im Murtal, die beide schon 2026 zur Gruppe stoßen sollen. Das Portfolio von Alps Residence reicht von Apartments über Ferien-Häuser und Premium-Chalets bis zu Glamping-Unterkünften. Schwerpunkt sind aktuell – noch – die westlichen Bundesländer. Interessant seien die Südsteiermark und der Osten Österreichs, aber auch Südtirol, Bayern und Baden-Württemberg, erklärt Thomas Payr.

Trend zu weniger Service

Von dem weit verbreiteten Fachkräftemangel sind vier von fünf Betrieben, also 80%, der heimischen Hotellerie betroffen. Vor allem mittelgroße Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitenden – hier sind es 90% - leiden darunter. Zwei Drittel der Ferienhotellerie reagiert darauf mit einer Reduktion des Service-Angebots. 51% setzen auf verkürzte Öffnungszeiten in der Gastronomie, 47% auf verkürzte Rezeptionszeiten, 44% auf ein reduziertes gastronomisches Angebot und 40% auf weniger Zimmerreinigung.

Als Lösungsansatz hat Alps Resorts ein Betriebskonzept erstellt, das weniger personalintensiv ist. So wurde 2024 mit der Marke Alps Kitchen ein eigenes, schlankes Gastronomie-Konzept eingeführt. Partnerbetriebe profitieren von Outsourcing-Möglichkeiten bei Marketing, Sales, E-Commerce sowie Einkauf und Finanzen. Für Mitarbeitende sind flexible Arbeitszeiten und Weiterbildungsprogramme attraktive Aspekte.

Investitionsstau

Nur zwei Fünftel der befragten Betriebe geben an, die wirtschaftliche Kraft für Investitionen zu haben, obwohl 62% Wachstum anstreben. Nur 40% haben die entsprechenden Mittel oder zumindest die Zuversicht, ihr Ziel zu erreichen. Ein Fünftel der Befragten hat in den vergangenen fünf Jahren nicht nennenswert investiert. In den letzten zwei Jahren waren es sogar 44%.

„Nicht investieren ist aber keine Option“, warnt Thomas Payr vor einer Abwärtsspirale und zeichnet unterschiedliche Lösungsansätze vor: Alternative Finanzierungsmodelle wie Buy to let, Crowdfunding oder Sale and lease back schaffen Spielraum für Investitionen. Eine Partnerschaft mit einer erfolgreichen Betreiberfirma ermöglicht eine günstigere Verhandlungsposition bei klassischen Kreditfinanzierungen.

Betriebsnachfolge

Bei 26% der befragten Unternehmen steht innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Betriebsübergabe an, die in vielen Fällen noch nicht geklärt ist. 90% wünschen sich eine Weiterführung ihrer Anlage, allerdings haben 56%, also mehr als die Hälfte, kein konkretes Konzept für die Nachfolge. 48% der Befragten können sich eine Übergabe an einen professionellen Betreiber vorstellen, während 52% sich ganz von ihrem Betrieb trennen würden. Alps Resorts bietet bei einer Partnerschaft die Möglichkeit an, dass die Immobilie in der Familie gehalten und eventuell später weitergeben werden kann. „Durch unsere Expertise und Vertriebsstärke steigern wir Umsatz und Wert der Immobilie und bieten über unser Investoren-Netzwerk Zugang zu individuellen Finanzierungslösungen," fasst Payr zusammen. (red.)


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Foto: tip

Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach mehr als 30 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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